Staffel 4 Folge 91- Deligieren statt alles selbst machen
Shownotes
Kennen Sie das?
Viele Führungskräfte arbeiten täglich am Limit. Sie treffen Entscheidungen, beantworten Rückfragen, kontrollieren Ergebnisse und übernehmen Aufgaben, die eigentlich auch von ihren Mitarbeitenden erledigt werden könnten. Oft geschieht das aus einem guten Grund: Sie möchten unterstützen, Qualität sichern oder Zeit sparen. Langfristig führt dieses Verhalten jedoch häufig dazu, dass Entscheidungen verzögert werden und Mitarbeitende immer abhängiger von ihrer Führungskraft werden.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie schnell sich diese Dynamik entwickeln kann. Ein Abteilungsleiter war für nahezu jede Entscheidung die erste Anlaufstelle. Dadurch sammelten sich immer mehr Aufgaben auf seinem Schreibtisch, während das Team auf Freigaben wartete. Erst als klare Entscheidungsbereiche definiert und Verantwortung bewusst an die Mitarbeitenden übertragen wurde, verbesserte sich die Zusammenarbeit. Die Führungskraft wurde entlastet und das Team arbeitete eigenständiger und motivierter.
Tipp 1
Prüfen Sie regelmäßig, welche Aufgaben wirklich von Ihnen erledigt werden müssen.
Tipp 2
Definieren Sie klare Entscheidungsräume für Ihre Mitarbeitenden.
Tipp 3
Stellen Sie häufiger die Frage: „Wie würden Sie die Situation selbst lösen?“
Tipp 4
Akzeptieren Sie, dass unterschiedliche Lösungswege ebenfalls zum Ziel führen können.
Tipp 4,33
Delegieren bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben. Delegieren bedeutet, Verantwortung gemeinsam zu tragen und Vertrauen zu entwickeln.
Tipp der Woche
Überlegen Sie sich heute eine Aufgabe, die Sie bisher selbst erledigt haben und die Sie in Zukunft bewusst an einen Mitarbeitenden übertragen können. Geben Sie dabei klare Rahmenbedingungen vor und schenken Sie Ihrem Team das Vertrauen, eigene Lösungen zu entwickeln.
Transkript anzeigen
00:00:00: Kennen Sie das?
00:00:01: Eine Führungskraft arbeitet den ganzen Tag unter Hochdruck.
00:00:06: Das Telefon klingelt ständig, E-Mails stapeln sich und gleichzeitig stehen Mitarbeiterinnen immer wieder mit Fragen vor der Tür.
00:00:15: Viele Aufgaben landen automatisch auf dem Schreibtisch der Führungskraft obwohl sie eigentlich auch von anderen erledigt werden könnten.
00:00:24: Am Ende des Tages bleibt es gefühlt zwar ununterbrochen gearbeitet zu haben, aber trotzdem nicht alles geschafft zu haben.
00:00:33: Gleichzeitig warten Mitarbeitende auf Entscheidungen oder Freigaben und wichtige Projekte verzügen sich – nicht weil das Team nicht arbeiten möchte sondern weil alles über eine Person laufen muss!
00:01:07: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast dem Podcast der Chefs und Chefinnen und Führungskräfte viele Tipps zur praktischen Personalarbeit gibt, damit auch ihr Team leuchtet.
00:01:22: Mein Name ist Angelika Schneider und ich bin Gesellschafterin und Prokuristin der All-In-Personalberatung GmbH.
00:01:30: Unser Tipp der Woche lautet Überprüfen Sie bewusst welche Aufgaben wirklich von Ihnen erledigt werden müssen und welche sie vertrauensvoll an Ihr Team übertragen können.
00:01:42: Dieser Tipp lässt sich besonders gut dem Erfolgsfaktor eins wertschätzende Führung zuordnen.
00:01:48: Heute sprechen wir über ein Thema, das uns in der Beratung immer wieder begegnet.
00:01:53: Viele Führungskräfte arbeiten unglaublich viel, übernehmen Verantwortung und möchten ihr Team bestmöglich unterstützen.
00:02:01: Gleichzeitig erleben wir häufig dass genau dieses Engagement dazu führt, dass sie ungewollt zum Flaschenhals im Unternehmen werden!
00:02:10: Delegieren fällt vielen Führungskriften schwer.
00:02:13: Manche denken, bevor ich lange erkläre mache ich es lieber selbst.
00:02:19: andere haben Sorge dass die Aufgabe nicht in der gewünschten Qualität erledigt wird.
00:02:24: Weder andere möchten ihre Mitarbeitenden nicht zusätzlich belasten.
00:02:29: was zunächst nachvollziehbar klingt entwickelt sich jedoch häufig zu einem Problem Denn wenn alle Entscheidungen, Freigaben oder schwierigeren Aufgaben bei einer Person zusammenlaufen entstehen Wartezeiten Überlastung und Frust – sowohl bei der Führungskraft als auch im Team.
00:02:47: Ich möchte Ihnen dazu ein Praxisbeispiel schildern!
00:02:51: Ein Abteilungsleiter eines mittelständischen Unternehmens galt als äußerst engagiert.
00:02:56: Seine Mitarbeiterinnen schätzen seine Fachkompetenz und wussten dass sie jederzeit zu ihm kommen konnten.
00:03:03: Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch eine Dynamik, die niemand bewusst war nahm.
00:03:10: Selbst kleinere Freigaben oder Rückmeldungen wurden nicht ohne ihre Zustimmung erledigt.
00:03:16: Der Kalender war von morgens bis abends gefüllt und häufig arbeitete der Abteilungsleiter noch spät am Abend weiter.
00:03:24: Im Gespräch stellte sich heraus dass viele Mitarbeitende durchaus in der Lage gewesen wären eigenständige Entscheidungen zu treffen.
00:03:32: Sie hatten sich jedoch daran gewöhnt, lieber noch einmal nachzufragen weil sie nichts falsch machen wollten.
00:03:39: Gleichzeitig hatte die Führungskraft unbewusst vermittelt das wichtige Entscheidungen besser bei ihr aufgehoben sein.
00:03:47: Dadurch entstand ein Kreislauf der beiden Seiten belastete.
00:03:51: Gemeinsam wurde zunächst analysiert welche Entscheidungen tatsächlich von der Führungskraft getroffen werden mussten und welche Verantwortung schrittweise an das Team übertragen werden konnte.
00:04:03: Für wiederkehrende Aufgaben wurden klare Entscheidungsrahmen definiert.
00:04:07: Die Mitarbeitenden wussten nun genau, welche Entscheidungen sie eigenständig treffen durften und wann eine Rücksprache notwendig war.
00:04:16: Gleichzeitig lernte die Führungskraft Fragen häufiger mit einer Gegenfrage zu beantworten.
00:04:23: Wie würden Sie diese Situation selbst lösen?
00:04:27: Bereits nach wenigen Wochen zeigte sich eine deutliche Veränderung.
00:04:31: Die Mitarbeitenden wurden sicherer über Namen mehr Eigenverantwortung und entwickelten eigene Lösungswege.
00:04:38: Die Führungskraft gewann Zeit für strategische Themen und musste deutlich seltener in operative Kleinigkeiten eingreifen, vor allem aber Wuchs das Vertrauen im Team.
00:04:49: Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich dass Delegieren nicht bedeutet Verantwortung abzugeben.
00:04:54: Gute Führung bedeutet vielmehr, Verantwortung zu teilen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen ihre Kompetenzen einzusetzen und weiterzuentwickeln.
00:05:05: Wer alles selbst macht nimmt seinem Team häufig die Möglichkeit zu wachsen.
00:05:11: Natürlich braucht Delegation Vertrauen.
00:05:14: Sie braucht klare Erwartungen regelmäßiges Feedback und manchmal auch die Bereitschaft dass eine Aufgabe vielleicht anders gelöst wird als man sie selbst erledigt hätte.
00:05:24: Anders bedeutet ihr doch nicht automatisch schlechter.
00:05:28: Im Gegenteil, oft entstehen dadurch neue Ideen und bessere Lösungen – der konkrete Praxistip für sie lautet!
00:05:35: Beobachten Sie in den kommenden Wochen einmal ganz bewusst bei welchen Fragen Ihre Mitarbeitenden automatisch zu Ihnen kommen.
00:05:43: Fragen Sie sich anschließend ehrlich ob dieser Entscheidung wirklich von Ihnen getroffen werden musste oder ob Ihr Team Sie genau so gut selbst hätte treffen können?
00:05:54: Oft beginnt erfolgreiche Delegation nicht mit einer großen Veränderung, sondern mit einem kleinen Schritt und dem Vertrauen in die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeitenden.
00:06:05: Wenn Sie Ihre Führungskräfte dabei unterstützen möchten, Verantwortung sinnvoll zu übertragen und Eigenverantwortung im Team zu stärken, begleiten wir sie sehr gerne!
00:06:15: Besuchen Sie uns unter www.all-in-personalberatung.at.
00:06:22: Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahmen, denn gemeinsam bringen wir Ihr Team zum Leuchten.
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